Remember Shakti
"Saturday Night In Bombay"
  • Luki
  • Shringar
  • Giriraj Sudha
  • Bell‘All
 
John McLaughlin - guitar
U. Shrinivas - electric mandolin
V. Selvaganesh - kanjira, mridangan, ghatam
Zakir Hussain - tabla
Shankar Mahadevan - voice
Debashish Bhattacharya - hindustani slide guitar
Shivkumar Sharma - santoor
Sivamani - drums, percussion
Bhavani Shankar - dholak, pakhawaj
Roshan Ali - dholak
Aziz - dholak
Taufiq Qureshi - def, dafli, percussion
A.K. Pallanivel - tavil
CD Verve 2001

„Friday Night In San Francisco" lautete der Titel der Aufnahme mit der die Gitarristen Al Di Meola, Paco DeLucia und John McLaughlin 1980 eines der legendärsten Jazz-Alben schufen. Nun vereint John McLaughlin einige der besten indischen Musiker mit „Saturday Night In Bombay" und führt das Projekt „Shakti" in eine neue Dimension. Anfang der 70ger Jahre gegründet, war die Gruppe „Shakti" die herausragendste Vereinigung von Jazz und indischer Musik. Drei Alben nahmen John McLauglin (Gitarre), L. Shankar (Geige), Zakir Hussain (Tabla) und T.H. „Vikku" Vinayakram (Ghatam) auf („Shakti", „A Handful Of Beauty", „Natural Elements") bevor sie bis vor zwei Jahren in der Versenkung verschwanden.

Nach den Alben „Remember Shakti" (1999) und „The Believer" (2000) folgt mit „Saturday Night In Bombay" ein weiterer Live-Mitschnitt von zwei Konzerten (08./09.12.200 in Bombay), das durch vier hervorragenden Aufnahmen begeistert.

Die rhythmischen Gitarrenklänge von John McLaughlin bilden den Anfang von „Luki" und nacheinander steigen sie alle ein in die rasante Improvisation: Shankar Mahadevan, der südindische Sänger (ein Mitglieder der schwedischen Indien-Jazz-Gruppe „Mynta"), der Mandolinen-Spieler U. Shrinvias, der Tabla-Wirbelwind Zakir Hussain, T.H. Vinayakrams Sohn V. Selvaganesh mit seiner Tamburin ähnlichen Kanjira, Zakir Hussains Bruder Taufiq Qureshi und weitere vier Musiker an Schlagzeug und diversen indischen Perkussions-Instrumenten sowie Debashish Bhattacharya mit seiner nordindischen Slide-Gitarre.

„Shringar" heißt die folgende Komposition von Shiv Kumar Sharma. Er entlockt seiner Santoor, einem Instrument, dessen bis zu einhundert Saiten mit zwei Schlegeln angeschlagen werden, die facettenreichsten Klängen. Die sieben minütige Einleitung gleitet über in ein ruhiges, immer wieder auf das melodische Thema dieser Komposition zurückkommendes Wechselspiel zwischen ihm und John McLaughlin, dezent begleitet von Zakir Hussain und V. Selvaganesh.

Südindische Anlehnung erklingen in der dritten Komposition von U. Shrinivas, „Giriraj Sudha", in der die Stimme von Shankar Mahadevan und die Mandoline von U. Shrinivas im Vordergrund stehen.

Den Abschluss bildet das knapp 20 Minuten lange Stück von Zakir Hussain, „Bell'Alla", zu dessen Einleitung die Klänge von Debashish Bhattacharya Slide-Gitarre zu hören sind und dessen letztes Drittel ein Duett von Zakir Hussain (Tabla) und V. Selvaganesh (Kanjira) bildet.

Durch seine Kompositionen, die unterschiedlichen indischen Klangfarben, Improvisationen die sich nicht verlieren, den Wechseln zwischen Tempo und Ruhe ist „Saturday Night In Bombay" eine Aufnahme, die nicht nur Fans der Fusion von Jazz und indischer Musik anspricht, sondern auch NeueinsteigerInnen
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