Saiteninstrumente
- gezupft - gestrichen - geschlagen -
Blasinstrumente Percussion-Instrumente

 

Saiteninstrumente
- gezupft -

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  dotar

Die dotar ist eine kleine Laute, die zur Gesangsbegleitung in der Volksmusik, vor allem bei den Wandersängern Ostbengalens -  den Bauls -  dient.

MusikerInnen: Jai Uttal

  ektar

Der ektar ist eine kleine zweisaitige Laute zur Begleitung umherziehender SängerInnen. Der Hals besteht aus einem Bambusrohr. Ähnlich wie die tanpura erzeugt der ektar einen Bordounklang.

MusikerInnen: Jai Uttal

  mandolin

Wie die Gitarre, die Violine und das Harmonium kam die Mandoline durch die EuropäerInnen im 19. Jahrhundert nach Indien. 
Eine Besonderheit ist die Entwicklung einer elektrischen Mandoline durch U. Srinivas, der diese in der südindischen klassischen Musik einsetzt.

MusikerInnen: U. Srinivas, Shehasis Mazumdar

  sarod

Der Klangkörper der nordindischen sarod besteht aus Holz und ist mit einem Fell bespannt. Das bundlose Griffbrett mit 4 Spielsaiten und mehreren Resonanzsaiten besteht aus Metall. Die Glissandi werden beim sarod, anders als bei dem sitar und der veena, durch Abwärtsbewegung längs der Saiten erzeugt. Es wird angenommen, das der sarod von der afghanischen rabab abstammt.

MusikerInnen: Ali Akbar Khan, Amjad Ali Khan, Aashish Khan

  sitar

Der nordindische sitar ist eine Weiterentwicklung der rudra-veena. Der Klangkörper besteht aus einem Kürbis. Die Bünde auf dem langen Hals sind beweglich. Die vier Klangsaiten bestehen aus Metall. Weitere Saiten dienen als Resonanz und zur Ausgestaltung rhythmischer Variationen. Die Saiten werden mit einem Plektrum angerissen.
Ein zweiter kleiner Klangkörper am Ende des Halses ist nicht bei jeder Art von sitar vorhanden.

MusikerInnen: Ravi Shankar, Nikhil Banerjee, Vialyat Khan, Prem Joshua, Colin Wallcott

  swarmandal

Das swarmandal wird in der Regel von SängerInnen als eine Art  Harfe senkrecht vor dem Körper gehalten. Die 36 Saiten werden angerissen und dienen während der Vokaldarbietung zum Erklingen der Haupttöne des Ragas.

MusikerInnen: Prem Joshua

  tanpura

Die tanpura ist ein reines Begleitinstrument in der klassischen indischen Musik. Sie hat keine melodische Funktion, sondern dient dafür, den MusikerInnen /  SängerInnen sowie dem Publikum die Grundtöne des Ragas erklingen zu lassen.
Die vier bis sechs offenen Saiten der tanpura werden fortlaufend eine nach der anderen mit den Fingern gezupft.
Oft wird die tanpura von den SchülerInnen der MusikerInnen gespielt. Dabei sitzen sie hinter ihrem / ihrer LehrerIn und verfolgen die musikalische Darbietung.

  veena

Die südindische veena wird entweder zum Spielen waagerecht auf die Erde gelegt oder auf die Knie gestützt. Der Aufbau ähnelt der nordindischen rudra-veena.

MusikerInnen: Naresh Shotham

  rudra veena

Die nordindische rudra-veena ist die älteste mit Bünden versehene Laute. Sie besteht aus einer Bambusröhre an deren beiden Ende jeweils ein großer Klangkörper (in der Regel Kürbisse) befestigt ist. Das Instrument besitzt vier Melodiesaiten und drei Resonanzsaiten. Beim Spielen wird die rudra-veena schräg vor dem Körper gehalten, so dass ein Klangkörper auf dem Boden oder den Beinen liegt und der andere Klangkörper auf der gegenüberliegenden Schulter.

MusikerInnen: Asad Ali Khan, Zia Mohiuddin Dagar, Narayan Mani

Saiteninstrumente
- gestrichen -

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  dilruba

Die dilruba ist ein nordindisches Streichinstrument. Die vier Spielsaiten und 22 Resonanzsaiten werden mit einem Bogen gestrichen. Im Gegensatz zur esraj ist der Klangkörper größer und der Klang damit tiefer.

MusikerInnen: Prem Joshua

  esraj

Die esraj  besitzt einen Hals ähnlich der sitar; er besteht aus Holz und hat Bünde. Die Saiten sind aus Metall und werden mit einem Bogen gestrichen. Der sehr kleine Resonanzkörper ist von einem Fell überspannt.
Vor allem in Bengalen dient die esraj der Gesangsbegleitung.

MusikerInnen: Allauddin Khan, Collin Walcott

  sarangi

Die sarangi besteht aus einem ausgehöhlten Holzkörper über dem ein Fell gespannt ist und einem breiten Hals. Drei oder vier Saiten werden mit einem Bogen gestrichen und dienen dem Melodiespiel. Unter diesen Saiten befinden sich mehrere Saiten zur Erzeugung der Resonanz und der Obertöne.
Ursprünglich diente die sarangi der Begleitung im Tanz und beim Gesang, konnte sich jedoch auch in den letztem Jahrhundert in der klassischen Musik etablieren.

MusikerInnen: Sultan Khan, Ram Narayan

  violin

Die violin kam Anfang des 19. Jahrhunderts durch die EuropäerInnen nach Indien und wurde rasch ein sehr wichtiges Instrument der südindischen klassischen Musik. Hier wird sie sowohl als Soloinstrument wie auch zur Begleitung von Tanz und Gesang eingesetzt.
Beim Spielen wird die violoin im Gegensatz zur europäischen Spielweise vor dem Körper gehalten.

MusikerInnen: L. Subramaniam, L. Shankar, Yehudi Menuhin

Saiteninstrumente
- geschlagen -

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  santoor

Die santoor ist ursprünglich ein Folklore-Instrument aus Kaschmir. Die heutige santoor hat 87 Saiten, die über 29 Stege laufen und mit zwei Schlägeln angeschlagen werden. Beim Spielen liegt das Instrument auf den gekreuzten Beine der/der MusikerIn.

MusikerInnen: Shivkumar Sharma, Rahul Sharma, Nandkishor Muley

Blasinstrumente

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  bansuri

Die bansuri-Flöte besteht aus einem einfachen Bambusrohr. Es gilt als eines der ältesten Instrumente der Menschheitsgeschichte. So gilt sie u.a. als Hirtenflöte des göttlichen Aspekts Krishnas. Während sich die Bauweise der bansuri nicht verändert hat, wurde die Blas- und Fingertechnik immer ausgefeilter.

MusikerInnen: Hariprasad Chaurasia, Rakesh Chaurasia

  shenai

Die nordindische shenai ist ursprünglich ein Volksinstrument, das oft bei Hochzeiten zu hören ist. Erst seit Mitte des 20 Jahrhunderts hielt es Einzug in der klassischen Musik. Diese indische Oboe besteht aus einem Holzrohr mit sieben Grifflöchern. Am unteren Ende sitzt ein kupferner Schalltrichter, am anderen Ende zwei Schilfrohrlamellen. Diese Doppelrohrblätter sind sehr anfällig, so dass mehrere Ersatzblätter an der shenai hängen. Ein shenai-Ensemble besteht aus mehreren shenai-SpielerInnen, tabla- und dholak-SpielerInnen.

MusikerInnen: Bismillah Khan, Madhukar T. Dhumal, Mala Ganguly

Percussion-Instrumente

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  dholak

Das dholak besteht aus einem ausgehöhlten Holzzylinder. Das Stimmsystem ist nicht so genau wie bei der tabla, der pakawhaj oder der mridangam.

MusikerInnen: Geoffrey Gordon, Swapan Chaudhuri, Aref Durvesh, Talvin Singh, Sadik Qureshi, Bhavani Shankar, Zakir Hussain, Fazal Qureshi, Ramesh Shotam

  ghatam

Der ghatam ist ein Tonkrug, der vor allem in Südindien gespielt wird. Wie bei anderen indischen Perkussion-Instrumenten wird der ghatam mit beiden Händen und festgelegten Schlägen gespielt.

MusikerInnen: T.H. Vinayakram, Selva Ganesh

  kanjira

Das kanjira ist ein kleines, südindisches Tamburin. Die Aussenseite wird festgelegten Schlägen einzelner Finger gespielt, durch Druck auf der Innenseite der kanjira wird die Höhe der Töne variiert.

MusikerInnen: Selva Ganesh, Ramesh Shotam, T.H. Vinayakram, Geoffrey Gordon

  khol

Der khol wird vor allem im Nordosten Indiens zur Begleitung von Folkstänzen und Bhajan-Gesängen eingesetzt. Der Körper der khol besteht aus gebranntem Ton. Wie die dholak wird der khol nicht auf eine bestimmte Tonart gestimmt.

  manjira

Die manjira sind zwei metallene Cymbeln, die zur rythmischen Begleitung in der südindischen Vokalmusik und zur Begleitung im Tanz gespielt wird.

MusikerInnen: Gajanan More

  mridangam

Der südindische mridangam besteht aus einem länglichen, ausgehöhlten, hölzernen Klangkörper. Beide Enden sind mit Trommelfellen bespannt, die aus drei Schichten Leder gefertigt sind und auf denen jeweils einer harter schwarzer Tupfen aus Eisenspänen und Reispuder angebracht ist. Der mridangam wird auf die Tonhöhe des Ragas gestimmt. 

MusikerInnen: Selva Ganesh, Ramesh Shotam

  morsing

Eine Abwandlung der in Deutschland bekannten "Maultrommel" wird in der südindischen Musik benutzt. Durch Verformen der Mundhöhle beim Spielen, können die sogenannten bols (s. tabla) - die den Trommelklängen zugeordnete Silben - erzeugt werden.

MusikerInnen: Ramesh Shotam

  pakhawaj

Der nordindische pakhawaj besitzt einen tiefen und vollen Klang und wurde deshalb vorallem für die Begleitung im ältesten Kunststil der klassischen Musik, dem Dhrupad, verwendet. Sie ist eine Quertrommel mit einem schweren hölzernen Körper und zwei mit Fell bespannten Trommelflächen. Auf der größeren Trommelfläche wird kurz vor jedem Auftritt eine Paste aus Reis ausgebracht. Durch mehrere Holzpflöcke kann die pakhawaj auf die Tonart des Ragas gestimmt werden. Wie bei der tabla wird die pakhawaj mit bestimmten Schlägen gespielt.

MusikerInnen: Arjun Shejwal, Bhawani Shankar, Fazal Qureshi

  tabla

Die nordindische tabla besteht aus zwei Trommeln, der größeren, aus Metall bestehenden, banya und der kleineren, der eigentlichen tabla,die aus Holz besteht. Beide Trommeln sind mit Fellen bespannt und haben einen aufgeklebten schwarzen Flicken, dem sogenannten shyahi ("schwarz"), einer Mischung aus Eisen, Mehl und anderen Zutaten. Die tabla wird mit de Fingern der rechten, die banya mit den Fingern der linken Hand gespielt. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Schläge, denen bestimmte Bezeichnungen (bols) zugeordnet sind - z.B. ta, tin, kat, dhun -  so dass diese Schläge auch gesprochen werden können. Die eigentliche tabla kann wie die pakhawaj genau auf die Tonart des Ragas gestimmt werden.

MusikerInnen: Alla Rakha, Zakir Hussain, Fazal Qureshi, Swapan Chaudhuri, Trilok Gurtu, Shaukat Hussain, Shankar Lal, Talvin Singh, Jatinder Thakur, Collin Wallcott

  tavil

Das tavil wird im Süden Indiens vor allem bei Hochzeiten und in Tempel gespielt. Die linke Seite wird mit einem Stock angeschlagen, die rechte mit den Fingern der rechten Hand, an denen Metallkuppen angebracht sind.

MusikerInnen: Ramesh Shotam

  uddakka

Der Resonanzkörper der uddakka (auch idakka oder idakka) hat die Form einer Sanduhr und ähnelnd sehr einer anderen Trommel, der damaru. Die uddakka wird mit den Händen gespielt, wobei der Klanghöhe durch Zusammenpressen der Bänder verändert werden kann. 

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